„Völkermühle am Rhein"

Die Völkermühle am Rhein stellt Länder und Menschen vor, aus denen Flüchtlinge nach Deutschland kommen oder vor kurzer Zeit noch gekommen sind (z.B. Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Ägypten), und die Perspektiven von Experten*innen mit besonderen Einblicken und Auseinandersetzungen mit anderen Ländern und Kulturen. So standen die deutsche Verwaltung mit dem Flüchtlingsthema im Mittelpunkt eines Abends mit Dr. Sebastian Muschter, dem ehemaligen kommissarischen Chef des Berliner LaGeSo, der als Krisenmanager von der Unternehmensberatung McKinsey & Company geholt worden war, oder Benjamin Bulgay, Leiter des Lern-Planets in Wiesbaden, mit seinen Erfahrungen bei der Integration unbegleiteter minderjährige Ausländer und patriarchalischer, religiöser Migrantenfamilien, sowie der Islamwissenschaftler Sebastian Sons von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin mit seinem Wissen über Pakistan und Saudi Arabien. Der ehemalige ZDF-Historiker Ekkehard Kuhn sprach über Flucht, Vertreibung und Integration der Deutschen nach den Zweiten Weltkrieg. Der Name der Veranstaltungsreihe greift eine berühmte Passage aus Carl Zuckmayers "Des Teufels General" auf, in der General Harras dem über seine Ahnenschaft verunsicherten Fliegerleutnant Hartmann bedeutet, dass es gerade die Völkervermischung war, die dem Landstrich so gutgetan hat.